ANISA-Projekt

Die Chronologie der touristischen Dachsteinerschließung

Von den Anfängen bis zur Übererschließung

Südseite:

Die ersten Anfänge der Dachsteinerschließung begannen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Im Vergleich zu heute waren es durchaus "sanfte" Erschließungen. Der Schutzhüttenbau -  die erste Hütte wurde 1877 eröffnet -   sollte den Bergsteigern eine Gipfelbesteigung ermöglichen. Diese sanfte Tourismuswirtschaft  mit der Erweiterung des Wandernetzes und Gaststätten konnte immerhin bis nach dem Zweiten Weltkrieg, also beinahe 100 Jahre, erfolgreich betrieben werden. Trotzdem legte der sanfte Tourismus die Grundlage für den späteren Massentourismus.  Dem Zeitgeist folgend, gerät er zwangsweise außer Kontrolle. Hundertschaften von Spekulanten möchten an der Natur-Ressource "Dachsteingebirge" mitnaschen. So  kam es zu einem typischen Spekulationsgeschäft zwischen der Gemeinde Ramsau und einem Immobilienmakler, das den Massentourismus auf steirischer Seite einläutete. Gleich darauf begann man mit dem Bau der "Dachsteinstraße" zur Türlwandhütte, die 1961eröffnet werden konnte. Diese Straße war die Voraussetzung für ein umstrittenes Seilbahnprojekt von der Talstation bei der Türlwandhütte (1692 m) hinauf zum 2687 m hoch gelegenen Hunerkogel.  Vor der Errichtung der Bergstation, für die der Gipfel weggesprengt werden musste, hatte dieser Berg noch eine Höhe von 2694 m. Die Bahn, die einen Höhenunterschied von 995 m in wenigen Minuten bewältigt, wurde 1969 eröffnet. Nach 25 Jahren hatten diese von der Dachstein-Fremdenverkehrs-AG (DAG) betriebene Bahn 5 Millionen Menschen benutzt. Auf dem Schladminger Gletscher wurden für den Sommerschilauf 3 Lifte gebaut. Der Austriaschartenlift war jedoch nur in den ersten Jahren sporadisch in Betrieb. Der Betrieb stagnierte und wurde schließlich 2000 an die "Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH" verkauft. Diese Firma versucht nun durch eine Modernisierung der Anlagen und einer Ausweitung der touristisch genutzten Flächen im Naturschutzgebiet Natura-2000 und UNESCO-Welt-Kulturerbe den Massentourismus voranzutreiben. Mit Ausnahmegenehmigungen werden dem Betreiber diese mit nachhaltigen Zerstörungen verbundenen Ausweitungen ermöglicht. Diese Aushebelung der Naturschutzgesetze durch die Behörden ist aus der Sicht der Naturschützer unverständlich und strikt abzulehnen. Überblickt man die 150-jährige Tourismuswirtschaft in der Ramsau am Dachstein und auf dem Dachsteingebirge selbst, so fällt die sich beschleunigende Entwicklung zum extremen Massentourismus auf. Dieser Massentourismus hat aber gerade auf dem aus Kalken aufgebauten Dachsteingebirge mit seinen ausgedehnten Karsthochflächen und Höhlensystemen enorme negative Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität im Norden des Gebirges. Der Karst ist auch jene unbeugsame und unveränderbare Grundlage dieses Gebirges, dessen universelle ökologische Funktion von den Tourismusbetreibern noch nicht verstanden, unterschätzt oder auch ignoriert wird. Die auf jede Verunreinigung extrem nachteilig für die Tallandschaft reagierenden Karstgebirge sind für einen Massentourismus nicht geeignet. Die Touristen, die in diese Karsthochflächen geschleppt werden, wissen nicht, dass sie mit ihrer Anwesenheit dieses Gebirge mit einer sensiblen Peripherie nachhaltig stören. Verantwortlich sind die Behörden, die die Voraussetzungen für den Massentourismus genehmigen und die Betreiber, die mit Subventionsgeldern die Anlagen bauen und zur Verfügung stellen. Diese Informationen werden den Touristen vorenthalten. 

Phase der Erkundungen

1800: Erstersteigung erfolgte wahrscheinlich bereits um 1800 durch einen Jäger 

1804: J. A. Schultes wandert mit Hallstätter "Bergführern" bis zum Hallstätter Gletscher

1810: F. J. Kleyle, der Sekretär von Erzherzog Karl, steigt mit Führern und Trägern bis zum Hallstätter Gletscher

1810: Erzherzog Johann überschreitet das östliche Dachsteingebirge

1819: Ersteigung des Torsteins (Dachsteins?) von Jakob Buchsteiner  im Auftrag von Erzherzog Johann

1832: Peter Gappmayr ersteigt den Hohen Dachstein

1834: P. C. Thurwieser steigt als erster Tourist auf den Hohen Dachstein

1842: Friedrich Simony ersteigt mit Hallstätter Führern den Dachsteingipfel. Seine 50-jährige Forschungstätigkeit auf diesem Gebirge und seine vielen Schriften darüber, machen den Dachstein bekannt.

1843: Friedrich Simony lässt ein Seil von der Dachsteinspitze bis zur Randkluft an Eisenringen montieren. Auch Tritte wurden in den Fels gemeißelt.

 

Phase des sanften Tourismus

1875: Eröffnung der Eisenbahn durch das Ennstal. Die ersten Arbeiter-Touristen können sich eine Fahrt in die Alpen leisten.

1877: Eröffnung der Eisenbahn durch das innere Salzkammergut

1877: Eröffnung der Simonyhütte der Sektion Austria des Alpenvereins, 2203 m

1880: Eröffnung der Austriahütte der Sektion Austria des Alpenvereins, 1638 m

1889: Erster Durchstieg durch die Südwandmauer des Dachsteingebirges von F. Drasch und R. Hans

1897: Eröffnung der Brünnerhütte, 1737 m

1908: Eröffnung der Adamekhütte, 2196 m

1902: Eröffnung der Hofpürglhütte, 1705 m

1909/1910: Straßenbau von Schladming in die Ramsau

1914: Eröffnung des Guttenberghauses bei der Feisterscharte, 2137 m

1914: Erschließung der Rieseneishöhle für den Tourismus

1919: Das österreichische Bundesheer richtet in der Nähe der Gjaidalm den Truppenübungsplatz Oberfeld ein.

1923: Das erste Fremdenverkehrsprospekt wird herausgegeben.

1926: Eröffnung der Dachstein-Südwandhütte

1927:  500 Gästebetten stehen in der Ramsau zur Verfügung.

1929: Eröffnung der Dachsteinwartehütte, 2740 m Höhe

1929: Eröffnung des Wiesberghauses, 1884 m

1936: In der Ramsau gibt es 19 Gasthäuser und Pensionen.

 

Phase des beginnenden Massentourismus

1951: Eröffnung der Seilbahn von Obertraun zur Schönbergalm zur Eishöhle.

1953: Der erste Schlepplift wird am Kulm, Ramsau in Betrieb genommen. In einer Stunde befördert er bis zu 120 Personen.

1956: In der Ramsau gibt es 35 Pensionen und 170 Privatvermieter für 9234 Gäste mit  128.281 Übernachtungen.

1956: Die zweite Teilstrecke der Seilbahn von der Schönbergalm bis zum Krippenstein geht in Betrieb.

 

Phase des Massentourismus und die damit verbundene Naturzerstörung und Umweltverschmutzung

1961: Bau der "Dachsteinstraße" bis zur Türlwandhütte.

1963: Das zentrale Dachsteingebirge mit seinen Gletschern wird laut LGBl. Nr. 25 zum Naturschutzgebiet erklärt

1966-1969: Bau der Dachsteinsüdwand-Seilbahn. Sprengung des Gipfels des Hunerkogels mit 3400 kg Sprengstoff. (H. Broer, 238)

1969: Eröffnung der Dachstein-Seilbahn von der Türlwandhütte 1692 m zum Hunerkogel 2687m.

1970: 175.000 Personen werden mit der Dachstein-Seilbahn befördert.

1970 bis in die 90er Jahre, Gletschertaxis fahren mit Touristen auf den Gletschern herum. 

1973: Ölgeruch und Lärm auf dem Dachsteingletscher (E. Putz 1973).

1970 bis 2000: Mit Kolibakterien verschmutze Dachsteinquellen lassen den Hallstätter See in den frühen 80er Jahren kippen. Für mehrere Monate darf nicht mehr gefischt werden.

1987: Ziel des Ramsauer-Fremdenverkehrspolitik wird festgehalten: Kein Massentourismus, Verbesserung der Qualität, Sicherung der gehobenen Gästeschicht.

1990: 60 Liter Dieseltreibstoff verschmutz das Quellwasser. Ein Teil der Bevölkerung im Norden des Dachsteingebirges wird mit Wasser aus Löschfahrzeugen versorgt.

1995: Der "Dachstein" wird Naturschutzgebiet im Sinn des §21 Oö.NSchG 1995.

1997: 650.00 Gästenächtigungen in der Ramsau.

1998: Das oberösterreichische Dachsteingebirge wird zum "Natura-2000" Schutzgebiet erklärt

1998: Aufnahme in das "UNESCO Welt-Kulturerbe": Hallstatt, Salzkammergut, Dachstein. 

2002: An das Kanalnetz werden nun auch Krippenbrunn, Krippenstein, Oberfeld und Gjaidalm angeschlossen.

 

Phase der extremen Bewerbung und die damit verbundene Naturzerstörung und Umweltverschmutzung durch den Massentourismus 

2000 bis 2008: Aushebelungen der Naturschutzgesetze durch Sondergenehmigungen von den Behörden.

2003: Übernahme des Dachstein-Gletscher-Skigebietes durch die Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH. Damit beginnt eine intensive Vermarktung der Destination "Dachstein" in einem hochalpinen Naturschutzgebiet.

   -     Die Fäkalien und das Trinkwasser werden wie bisher weiter mit den Seilbahngondeln transportiert.

   -     Umstellung von Dieselantrieb auf elektrischen Strom. Dazu werden Stromleitungen verlegt und über den Gjaidsteinsattel gespannt. 

   -     Immer öfters trifft man lärmende und stinkende Schneemobile auf der Dachsteinhochfläche an.

2003/2004: Neubau des Hunerkogel- und des Austriaschartenliftes. Sie werden versetzt und verlängert. Die Lifte haben höhere Förderkapazitäten. Der Austriaschartenlift ist als kompletter Neubau zu sehen. Hierbei handelt es sich um keine Bestandserhaltung, da der alte Lift über viele Jahre hinweg bereits stillgelegt und demontiert war. In einem ausgewiesenen Natura2000 Schutzgebiet dürfen jedoch keine Neubauten errichtet werden. Handelt es sich um einen Schwarzbau? Oder wurden Bewilligungen gegen Naturschutz und deren Gesetze bereitwillig vom Land Oberösterreich ausgestellt?

2004: Errichtung des "Dachstein Superparks" für Snowboarder. Auf dem Schladminger Gletscher entstehen dafür mit Pistenraupen zusammengeschobene künstliche Schneeberge, die den natürlichen Schneehaushalt des Gletschers beeinträchtigen.

2005: Müll und chemische Substanzen apern im Bereich des Hunerkogels aus. Darunter auch eiserne Montageteile, die in Gletscherspalten entsorgt worden sind.

2006: Ein Hubschrauber verliert im Wildkar neben der Simonyhütte 700 Liter Heizöl. Der Waldbachursprung, die größte Trinkwasserquelle des Dachsteingebirges wird für längere Zeit gesperrt. 

   -     Moränen des Schladminger Gletschers werden für eine Pistenverbreiterung ins Mitterkar angebaggert. Dabei dringt man in Bereiche des Permafrostes vor.

   -     Die Betreiber werben mit einem nicht existierendem "UNESCO-Welt-Naturerbe". 

2006/2007: Bau des "Eispalastes" (Eishöhle) mit aus Deutschland importieren bis zu 700 kg schweren Eisfiguren; eine Kühlanlage soll in absehbarer Zeit die Eisfiguren vor dem abschmelzen im Sommer schützen.

2008: Eröffnung der 11,5 km langen Piste vom Hunerkogel bis zur Gjaidalm durch die Kernzone des "Natura-2000" Naturschutzgebietes.

   -     Die Werbeflut in den Medien und mit Prospekten hat neue Dimensionen erreicht.

   -     Der Schladminger Lift wird erneuert. Neue Liftstützen werden aus Beton im festen Gestein errichtet. Die alten schwimmenden Liftstützen im Eis wurden demontiert.

   -     Die Umgebung des kleinen Schladminger Gletschersees wird mit dem Bagger planiert und teilweise mit herbeigeschafften Moränenschutt Uferböschungen errichtet.

   -     Ein eigener Zugangsweg zum Eispalast wurde mit einem Bagger errichtet.

   -     Die Betreiber bewerben weiterhin das Sommerschigebiet mit einem "UNESCO-Welt-Naturerbe".

   -     Durch die Nordwand des Hohen Dachsteins wurde ein Klettersteig eingerichtet.

2009: Auf dem mit wenigen Metern Eis überdecktem Eispalast wurden Thermomatten gelegt. Sie sollen die Abschmelze verhindern. Eine Kühlanlage für den Eispalast ist montiert.

   -     Die Gletscherschmelze fördert weiterhin Dreck und Müll zu Tage.

   -     Der Mitterkarlift wird erneuert. Dazu wurde ein Kabelschacht von der Berg- zur Talstation durch den vom Permafrost zusammengehaltenen Moränenschotter gebaggert, in dem zwei Leitungen verlegt wurden.

   -     Eine wissenschaftliche Arbeit belegt die Anreicherung der Kryokoniten (Schmutzrinde) des Hallstätter Gletschers mit Radioaktivität.

   -     Ein neuer Eingang wurde für den Eispalast, bestehend aus mehren Metern Blechrohren, die mit Plastik abgedeckt wurden vor dem wenige Meter hohen Gletscherrest montiert.

   -     Am Schladminger Gletscher beträgt die Eisdickenabsenkung pro Jahr ca. 1 m.

2010: Ein 4 Tonen schwerer Stein aus China wurde mit großem Aufwand (Kosten der Aktion etwa 70.00,00 Euro) mit einem Lastenhubschrauber auf dem Dachsteingipfel deponiert. Diese Aktion der "Regionale 10" steht in Symbiose der extremen und nun auch globalen Tourismus-Vermarktung des Dachsteingebirges.

   -     Trotz einer Hitzeperiode (8. bis 17. Juli 2010) erhöht sich die Schneehöhe bei der Schneehöhenmessstation auf dem Schladminger Gletscher. Die Messstation wird anscheinend täglich mit Schnee versorgt? Sind diese fehlerhaften Schneehöhenangaben für den extremen Massentourismus notwendig geworden? Siehe Tabelle: http://www.snowreporter.com/schneeberichte/oesterreich/steiermark/ramsaudachstein.html

2011: 50 Jahre Dachsteinstraße 1961 - 2011

   -     Eine riesige Plane wird über dem "Eispalast", einer künstlich erbauten Höhle im Eis zwischen Schladminger und Hallstätter Gletscher auf einem Rost aufgelegt, damit Neuschnee nicht abrutscht.

   -     Die Errichtung eines 100 m langen Förderbandes zwischen Hunerkogel Bergstation und dem Eispalst wird in Betrieb genommen. Der sogenannte "Skyline" soll konditionsschwache Gäste vor Atemnot in einer Höhe von 2600 m schützen und sie mit einer Geschwindigkeit von 0,4 m/Sekunde zurück zur Bergstation bringen. Der Neubau widerspricht dem Regelwerk von "Natura 2000", der "Alpenkonvention" und dem "Natur- und Landschaftsschutz".

   -     Am 12. 08. 2011 gab es einen Gästerekord auf dem Dachstein. Von 4,00 Uhr in der Früh bis um 19,00 Uhr am Abend zählte man auf dem Hunerkogel 3317 Touristen.

   -     Zerkleinertes Eis wird mit den Pistenraupen auf die Sockel der ausschmelzenden Liftstützen geschleudert.

   -     Noch nie waren die Dachsteingletscher in den letzten Jahrhunderten derart großflächig ausgeapert und zurückgeschmolzen. Nur noch Schneeränder sind an den schattigen Nordwänden vorhanden. 16. 09. 2011.

   -     Im Westen der "Eispalast"-Anlage ist ein Teil mit technischer Einrichtung eingebrochen. Besichtigung am 16. 09. 2011. Der Eispalast wird vorübergehend geschlossen.

2012: Am 29.06.2012 zeigte die Schneehöhenmessstation noch 3,37 m Schneehöhe an. Das Wetter war in diesen Tagen auch auf den Gletschern warm. Im Tal hatte es mehrmals mehr als +30°C. Die ersten Felsen apern bereits aus. Im Bereich des Eispalastes gräbt ein Bagger herum Der Eispalast wurde bereits mit einer Sonnenschutzplane abgedeckt.

   -     Planai-Chef Ernst Trummer wurde von Landeshauptmann Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) wegen Vertrauensverlust im Zuge der Schi-WM 2013 in Schladming abgesetzt. In: WOCHE Ennstal, 19.07.2012

   -     Laut GIS Steiermark und GIS Oberösterreich erstreckt sich die Landeshoheit der Steiermark mehrere Meter vom Hauptkamm des Dachsteins nach Norden in das Gletscherareal.

2013: Eine 81 m lange Hängebrücke mit einer Treppe ins "Nichts", die den Hunerkogel und die Südwand verbinden wird eröffnet. Diese wird in Kombination mit dem "Eispalast" begangen. Eintrittspreis 10,00 Euro.

   -     Die Plastikabdeckungen des Eispalastes werden ausgedehnt.

   -     Klimaindikator: Liftstützen werden verlegt und auf das derzeitige abgeschmolzene Gletscherniveau verankert.

   -     Der Grenzverlauf auf dem Dachsteingebirge zwischen den Ländern Oberösterreich und Steiermark werden neu vermessen und korrigiert. Demnach befinden sich der ganze Eispalast und weitere touristische Einrichtungen auf oberösterreichischen Hoheitsgebiet. In: WOCHE Ennstal, 27.11.2013

2013: Eine 81 m lange Hängebrücke mit einer Treppe ins "Nichts", die den Hunerkogel und die Südwand verbinden wird eröffnet. Diese wird in Kombination mit dem "Eispalast" begangen. Eintrittspreis 10,00 Euro.

   -     Die Plastikabdeckungen des Eispalastes werden ausgedehnt.

   -     Klimaindikator: Liftstützen werden verlegt und auf das derzeitige abgeschmolzene Gletscherniveau verankert.

   -     Der Grenzverlauf auf dem Dachsteingebirge zwischen den Ländern Oberösterreich und Steiermark werden neu vermessen und korrigiert. Demnach befinden sich der ganze Eispalast und weitere touristische Einrichtungen auf oberösterreichischen Hoheitsgebiet. In: WOCHE Ennstal, 27.11.2013

2014: Am 20.10.2014 ist auf dem ausgeaperten Schladminger Gletscher eine schwarze Schmutzrinde festzustellen.

2016: Der Schladminger Lift wird nach 2008 wegen des enormen Gletscherrückganges östlich der alten Trasse neu gebaut.

   -     An der Messstation Schladminger Gletscher werden werden am 14.09.2016 ein Längenverlust von 16 m und ein Eisdickenabsenkung von 5 m gemessen.

   -     Steht der Eispalast in Oberösterreich? Das Land Oberösterreich und Steiermark streiten über die Grenzziehung zwischen beide Länder.

 

 

 

 

Literatur:

Alpenvereinshütten. Ostalpen. Bd. 1. Hrsg. v. DAV, OeAV und AVS. München 2005

BRIGER, Theodor: Der Dachstein seine Höhlen und seine Seilbahn. Hallstätter See und Gosausee, Wels um 1960

BROER, Hannes: Ein Jahr geht über die Berge. Der Dachstein und die Niederen Tauern im Wandel der Jahreszeiten. 8. Aufl. Graz 1979.

CERWINKA, Günter: Ramsau am Dachstein. Bauern , Bibel, Berge. Ramsau 1999

Dachstein, Werbeprospekt, ca. 1960

Dachsteijn Seilbahn. Festschrift aus Anlass der Eröffnung der Dachstein Seilbahn. Hrsg. v. der Dachstein Fremdenverkehrs-A.G. 1956

Dachstein Eispalast, www.planai.at/dachstein, 15.06.2007

Dachstein Welterbe. Mehrseitiges Werbeprospekt, Obertraun 2007

GRUBINGER, Judith: Gletscherskilauf 2.1.6: SE - Karstökosystem Dachstein. Nutzung, Funktion und Sensibilität. 2000. http://www.sbg.ac.at/geog/studenten/roth/se/judith/judith.html

HARTLIEB, Manfred: Der oberirdische Karst im Bereich des Dachsteins. SE - Karstökosystem Dachstein. Nutzung, Funktion und Sensibilität. 2000.  http://www.sbg.ac.at/geog/studenten/roth/se/manfred/

LEHR, Rudolf: Der Kampf um den Dachstein. Die Geschichte seiner Eroberung. Linz 1971

MAIX, Kurt: Im Banne der Dachstein-Südwand. 9. Auflage, Salzburg 1981

MANDL, Franz: Umweltschutz im Natura-2000-Gebiet Dachstein. Am Beispiel einer Beschwerde an die Europäische Kommission. In: Alpen. Archäologie, Geschichte, Gletscherforschung. (=Mitteilung der ANISA 2006), Haus i. E. 2006

MOSER, Roman: Dachsteingletscher und deren Spuren im Vorfeld. Hallstatt 1997.

Natura-2000 in Oberösterreich. Nr. 2, 2000

PERT, Florian: Ramsau bei Schladming/Dachstein. Graz 1957

Pilotprojekt"Karstwasser Dachstein". Band 2: Karsthydrologie und Kontaminationsrisiko von Quellen. Archiv für Lagerstättenforschung Band 21, Umweltbundesamt. Wien 2001

PILZ, Roman: Dachstein. König und Schicksalsberg. Obertraun 1980

PILZ, S., 1997, Probleme des Gletscherskilaufs mit besonderer Berücksichtigung des Dachsteingletschers.- Salzburg, Geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität, 122 S., 36 Abb., 10 Tab., Anhang.

PUTZ, Erwin: Im Dachstein-Südland. Ramsau 1973.

EDER, Tamiono: Projekt Natura 2000 am Dachstein. SE - Karstökosystem Dachstein. Nutzung, Funktion und Sensibilität. 2000. http://www.sbg.ac.at/geog/studenten/roth/se/tamino/

Tourismusprospekte Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH, 2008: Plnai Winter 07/08; Österreichs Touren Eldorado, Macht was Ihr wollt!; Der Dachstein Eispalast.

Tourismusprospekte Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH. 2005 - 2011

 

 

Senden Sie bitte Daten für diese Chronologie an: anisa@anisa.at 

© Alle Rechte vorbehalten! Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und Verarbeitung in elektronischen Systemen. Fotos: Franz Mandl

 

weiterführende Links: 

 

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2016.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2015.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2014.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2013.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2012.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2011.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2010.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2009.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2008.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2007.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2006.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_2003.htm

http://www.anisa.at/Gletscherzustandsbericht_1999.htm

 

 

 

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