Franz Mandl

Dokumentationen von Felsbildern in den 1970er/1980er Jahren im Tennengebirge und deren Spuren 2012

Im Frühjahr 2012 wurden von Franz Mandl Felsbilder im Tennengebirge neu aufgenommen bzw. neuerlich dokumentiert. An mehreren Stationen mussten dabei Schäden und Zerstörungen festgestellt werden, die mangelhafte Dokumentationstechniken des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben. Sie gehen wahrscheinlich auf das Konto der damals dort tätigen Felsbildforscher Erika Kittel und Franz Wollenik. Sie entfernten Moose, festgesetzten Staub und Humus mit Drahtbürsten und Messern. Dadurch wurde die Oberfläche zerkratzt; einige Felsbilder sind geradezu "weggereingt" worden. Nachgeschnittene bzw. -geritzte Kerben verhindern eine sachgerechte Datierung und Deutung überdies. Wir wollen durch die nachfolgenden Bilder die Fehler der Vergangenheit veranschaulichen, um neuerliche Zerstörungen zu verhindern. Denn die Gefahr ist groß, dass interessierte Betrachter den Felsbildern neuerlich mit Bürsten und Messern zu Leibe rücken, um sie so vermeintlich "besser" erkennen oder fotografieren zu können.

Die Anisa, Verein für alpine Forschung gibt gemäß Vereinsbeschluss aus Gründen des Denkmalschutzes, ausnahmslos keine Zugangsbeschreibungen zu Fundorten bekannt.

 

Felsbild Dokumentationen in den 1980er Jahren im Tennengebirge

Jagdszene mit Jäger, Armbrust und Gämse. Die Felsoberfläche wurde deutlich erkennbar mit einer Drahtbürste abgerieben. Foto: Franz Mandl 2012

 

Felsbild Dokumentationen in den 1980er Jahren im Tennengebirge, ANISA

Der dunkle Bewuchs wurde von der Oberfläche mit einem Messer abgeschabt. Franz Mandl 2012

 

Felsbild Dokumentationen in den 1980er Jahren im Tennengebirge, ANISA

Die Felsbilder (eine "Mühle" und ein Pentagramm) sind nur noch undeutlich zu erkennen, da die Oberfläche mit einem Messer abgeschabt worden ist. Foto: Franz Mandl 2012

 

Felsbild Dokumentationen in den 1980er Jahren im Tennengebirge, ANISA

Durch Reinigung zerstörte Felsbilder. Die mit einem Messer abgeschabte Oberfläche verliert an Substanz! Foto: Franz Mandl 2012

 

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