Dokumentation von Almen aus der Bronzezeit 

Mit einem 8 m hohen Stativ werden Almhüttenreste bzw. Steinlegungen fotografiert. Mithilfe von GPS werden die Strukturen eingemessen. Eine Veröffentlichung dieser umfangreichen Dokumentationen werden in den Forschungsberichten der ANISA veröffentlicht. 

Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Reste von Hütten auf Almem, die der Versorgung der bronzezeitlichen Salzbergsiedlung von Hallstatt dienten.  Zeitgleiche Abbaustollen im Hallstätter Salzberg wurden in den letzen Jahren von den Archäologen des Naturhistorischen Museums (Wien)  nachgewiesen. Auch Wegeforschungen  des Bundesdenkmalamts Graz in Zusammenarbeit mit der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft Salzkammergut zwischen Bad Aussee und Hallstatt konnten eine intensive Begehung für diese frühe Zeit nachweisen.  

Ohne Almwirtschaft wäre die inneralpine Besiedlung unmöglich gewesen! Almen entlasteten die Talweiden, die daher zur Gewinnung eines Futtervorrates für den Winter genutzt werden konnten. Rätselhaft bleibt jedoch der Umstand, dass in der eigentlichen Hallstattzeit (frühe Eisenzeit) keine Almwirtschaft auf dem Dachsteingebirge nachweisbar ist. Auch die Wegeforschung steht hier noch vor weitreichenden Fragen. 

 

Mit schwerer Ausrüstung dokumentieren wir Hüttenstrukturen auf dem Dachsteingebirge. 

 

Karstgruben mit Urweide. Das Kleinklima dieser Gruben verhinderte einen Waldbewuchs. Eine Rodung war hier nicht notwendig.

 

Hüttenstruktur einer bronzezeitlichen Almhütte auf dem Dachsteingebirge

 

2011 soll eine Hütte für den Nachweis der Weidewirtschaft beprobt werden. Dazu sollen mehrere AMS-Datierungen durchgeführt und Bodenproben analysiert werden. Die Finanzierung dieser Radiokohlenstoffdatierungen (AMS-Datierung), eine Datierung kostet 525,00 Euro, kann wegen unseres permanenten Geldmangels nur mit Spenden erfolgen.

 

Kontakt zur ANISA: anisa@anisa.at

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