Exkursionen der ANISA 2017

 

3. Exkursion:

 1. Oktober 2017

Museum HochQuellenWasser Wildalpen mit Besichtigung Kläfferquelle

Unter fachkundiger Leitung von DI Alexander Althuber konnte ein lohnender Einblick in den beeindruckenden Werdegang der 2. Wiener Hochquellenleitung gewonnen werden. Dieses Bauwerk stellt auch nach heutigem Maßstab eine Meisterleistung dar und deckt auch noch nach über 100 Jahren mehr als die Hälfte des Wiener Wasserbedarfs. Nach einem Mittagessen im landschaftlich ebenfalls sehr reizvollen Hinterwildalpen konnten wir als Höhepunkt die nahe gelegene Kläfferquelle besichtigen. Aufgrund der letzten Regenfälle war die Quellschüttung 90m tief im Stollen besonders beeindruckend. Zum Abschluss haben wir das Erlebte in Karin´s Stub´n, einer gemütlichen Jausenstation direkt neben einem Aquädukt der Hochquellenleitung im idyllischen Hopfgartental bei Wildalpen gelegen, Revue passieren lassen.

 

 ANISA Exkursion Wildalpen 2017

Das Museum Wildalpen bietet nicht nur einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart der Wiener Hochquellwasserleitung, sondern berücksichtigt auch umfassend zahlreiche Aspekte der Region.

 

ANISA Exkursion Wildalpen 2017

Die Kläfferquellle kann nur mit einer Führung besichtigt werden.

 

ANISA Exkursion Wildalpen 2017

Im Inneren der Kläfferquelle beeindruckt die Wassermenge.

 

ANISA Exkursion Wildalpen 2017

Das überflüssige Wasser rinnt in die Salza, die ein beliebtes Ziel von Paddlern ist.

 

ANISA Exkursion Wildalpen 2017

Die unberührte Landschaft um Wildalpen hat viel glasklares Wasser zu bieten.

 

2. Exkursion:

 8.-9. Juli 2017

Spätbronzezeitliche und spätmittelalterliche Almwirtschaft auf dem östlichen Dachsteinplateau

Lackenmoosalm (Steiermark/Oberösterreich)

Unter der Leitung von Frau Mag. Imma Lachini und Franz Mandl konnte bei herrlichem Sommerwetter die hochalpine Wanderung zur Lackenmoosalm durchgeführt werden. Nach dem zweieinhalbstündingen Aufstieg zum Guttenberghaus wurde am Samstag, dem 8. Juli, bei Hüttenstimmung bis spät in die Nacht über das vor 33 Jahren erfolgreich durchgeführte hochalpine Forschungsprojekt zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte auf der Lackenmoosalm gesprochen. Es war dies das erste Projekt dieser Art in Österreich. Am Sonntag, dem 9. Juli, wanderten wir zum Lackenofen und besichtigten die Reste bronzezeitlicher Hütten sowie des archäologisch untersuchten Hospizes aus dem Mittelalter.

Bereits 1984 konnte auf dieser Alm die erste bronzezeitliche Almwirtschaft in den Alpen nachgewiesen werden. Insofern leistete die ANISA maßgebende archäologische Pionierarbeit, auf der heute aufgebaut wird. Diese Forschungen und spätere Arbeiten zur hochalpinen Wüstungsforschung wurden in den Schriften der ANISA ausführlich dokumentiert.

Auf dem Guttenberghaus (2147 m) wurde übernachtet.

 

Blick zu Landfriedstein und Koppenkarstein. Ganz rechts sieht man den Hohen Dachstein.

Die grüne Almvegetation im Bereich des Lackenofens auf einer Höhe von 2000 m wird zunehmend von Latschen verdrängt.

Exkursionen der ANISA, Verein für alpine Forschung. Dachsteingebirge 2017

Eines der 1984 ausgegrabenen Hüttenfundamente

 

1. Exkursion:

Sonntag, 01.05.2017

Alljährlicher Frühjahrsputz des Archäologiepfades auf dem Burgstall, Ramsau am Dachstein, Steiermark

und 20-Jahre-Jubiläum "Ausgrabungen der spätrömerzeitlichen Fluchtburg"; wir feiern!

ANISA und Bundesdenkmalamt

 

Archäologiepfad in der Ramsau am Dachstein. Exkursion 2017

Wir konnten den Leiter der Abteilung für Bodendenkmäler des Bundesdenkmalamtes, Herrn Hofrat Doz. Dr. Bernhard Hebert, und seine Frau Doz. Dr. Ulla Steinklauber, die Ausgräberin der Siedlung, herzlich begrüßen.

Archäologiepfad in der Ramsau am Dachstein. Exkursion 2017

Heuer war unser traditioneller Frühjahrsputz vom Wetter begünstigt. Der Archäologiepfad ist wieder bestens gesäubert und ein Besuch allen Kulturinteressierten zu empfehlen.

Archäologiepfad in der Ramsau am Dachstein. Exkursion 2017

Vor dem wunderschön renovierten Bauernhaus der Familie Steiner, vlg. Burgstaller, wurde das Jubiläum gefeiert.

 

Der einzige Archäologiepfad im Ennstal ist ein kulturelles Highlight. Der Besucher kann einem Rundgang durch eine spätrömische Rückzugssiedlung folgen. Wegzeichen und Erklärungstafeln berichten über das Leben vor beinahe 2000 Jahren. In der beginnenden Völkerwanderungszeit wurde Zum Schutz vor feindlichen Überfällen auf dem Burgstall in Rössing-Ramsau eine Fluchtburg errichtet. Ausgrabungen haben reichhaltige Zeugnisse vom Leben in dieser Siedlung zutage gefördert. Reste von Hausmauern und Funde aus dem Alltag belegen eine rege Besiedlung in der späten Römerzeit. Diese unter Denkmalschutz gestellte archäologische Stätte ist vom "Burgstaller" zu Fuß in 5 Minuten erreichbar. Der Archäologiepfad führt den Wanderer auf eine nach Süden steil abfallende Rückfallkuppe. Bei freiem Eintritt ist eine Begehung (auf eigene Gefahr) und Besichtigung nahezu das ganze Jahr über möglich.

Wer es etwas sportlicher haben möchte, dem empfehlen wir den besonders im Frühjahr beeindruckenden Wanderweg vom Rössingtal bei Weißenbach entlang des Luserbaches vorbei am Luserwasserfall. Dieser Weg wurde nach einem Windwurf von Alpenverein, Tourismusverband und ANISA saniert und ist wieder ungehindert begehbar. Nähere Informationen erhalten Sie in den Tourismusbüros oder bei der ANISA, Verein für alpine Forschung (03686-2393).

 

Wenn nicht angegeben, alle Fotos von ©Franz Mandl

 

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